Seoi-nage

背èČ æŠ•

Schulterwurf

Seoi-nage - 背èČ æŠ• - Schulterwurf

Kurzbeschreibung

Beim Seoi-nage (Schulterwurf) wird Uke auf den RĂŒcken von Tori gezogen und durch Strecken der Beine und Zug der Arme nach vorne ĂŒber die rechte Schulter geworfen.

    Grundelemente:

  • Ärmel-Reversgriff in Ai-yotsu
  • Uke durch Zug mit beiden HĂ€nden am Judogi nach vorne-oben ziehen
  • Eindrehen und unter Ukes Schwerpunkt kommen
  • Uke nach dem Eindrehen mit dessen Körpervorderseite auf den RĂŒcken laden
  • durch Strecken der Beine ausheben
  • Uke mit beiden HĂ€nden nach vorne-unten ziehen

Seoi-nage - 背èČ æŠ• - Schulterwurf

Kurzbeschreibung

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1 - 100 von 619 EintrÀgen

Seoi-nage - 背èČ æŠ• - Schulterwurf

Wurfbeschreibung

Tori und Uke haben in der natĂŒrlichen Stellung rechts (Migi-shizentai) gefasst. Tori geht zuerst mit dem linken, dann mit dem rechten und dann wieder mit dem linken Fuß nach vorne und drĂŒckt Uke dabei nach hinten. Er kontrolliert ihn dann mit beiden HĂ€nden und bleibt stehen. So wie er gedrĂŒckt wurde, geht Uke zuerst mit dem rechten, dann mit dem linken und dann wieder mit dem rechten Fuß nach hinten, bleibt dann stehen und versucht, wieder in die stabile Ausgangshaltung zurĂŒckzugelangen.
Tori setzt in dieser Situation seinen linken Fuß schrĂ€g nach hinten, beendet gleichzeitig den zuvor mit beiden HĂ€nden ausgeĂŒbten Druck und zieht stattdessen, so dass Uke mit seinem rechten Fuß nach vorne kommt, um sein Körpergewicht darauf zu setzen. In diesem Augenblick setzt Tori seinen rechten Fuß leicht nach innen versetzt vor Ukes rechten Fuß, so dass er mit der rechten KörperhĂ€lfte zu Uke steht. Gleichzeitg macht er mit der rechten Hand eine Hebezugbewegung nach oben und mit der linken Hand eine Zugbewegung nach vorne-oben, so dass Uke nach vorne rechts aus dem Gleichgewicht gebracht wird.
Tori senkt seinen Körperschwerpunkt, indem er beide Knie beugt, dreht sich dann auf dem Ballen seines rechten Fußes ganz nach links herum, nimmt seinen linken Fuß kreisförmig nach hinten und stellt ihn leicht innen vor Ukes linken Fuß. WĂ€hrend er mit der rechten Hand immer noch Ukes linkes Revers gefasst hĂ€lt, bringt er dann seinen rechten Arm unter Ukes rechte Achsel. Mit der linken Hand, die sich dabei ĂŒber dem rechten Arm befindet, zieht er Uke weiter an sich heran und bringt den hinteren Bereich seiner HĂŒfte ganz eng gegen die Vorderseite von Ukes Schenkeln und dessen HĂŒfte und lĂ€dt ihn auf seinen RĂŒcken auf.
In dem Augenblick, wo Uke auf den RĂŒcken aufgeladen wird, streckt Tori beide Knie, kommt mit der HĂŒfte nach oben, zieht Uke mit beiden HĂ€nden ganz auf seinen RĂŒcken und wirft ihn nach vorne ĂŒber. Uke fĂ€llt dabei in einer großen Rotationsbewegung mit Toris rechtem Arm als Achse zu Boden.
Dieser Seoi-nage wird umgangssprachlich unter anderem auch als Eri-seoi-nage, Morote-seoi-nage oder Nihon-seoi bezeichnet.
Tori drĂŒckt Uke nach hinten und leitet dann die Bewegung von Ukes Gegendruck in geschickter Weise nach vorne, um ihn so nach rechts vorne aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Bewegung nicht unterbrochen wird.
In dem Moment, wo Tori dann den rechten Ellenbogen unter Ukes Achsel bringt, kommen zwei Wirkmechanismen zusammen, nÀmlich dass Tori durch den Zug nach oben mit der linken Hand Uke aus dem Gleichgewicht bringt, und dass er dadurch Gleichzeitig etwas Platz unter Ukes Achselhöhle schafft.
Wenn er den rechten Ellenbogen unter Ukes Achsel schwingt, muss Tori etwas Kraft aus dem Handgelenk nehmen, damit es beweglich bleibt und sich mit der Körperrotation mitdrehen kann. Der rechte Unterarm muss dabei ganz dich an die Unterseite von Ukes Achsel gebracht werden.
Dabei sieht die Körperhaltung von Tori und Uke so aus, dass Uke hoch auf die Ballen beider FĂŒĂŸe kommt und Tori mit beiden FĂŒĂŸen nach innen versetzt vor Ukes FĂŒĂŸen steht, mit den Zehen in die gleiche Richtung zeigend wie Ukes Zehen, und Tori mit dem RĂŒcken von der HĂŒfte an engen Kontakt zu Uke im Bereich von dessen unterem Bauch bis zu dessen Brust herstellt.
Tori wirft Uke ĂŒber seine rechte Schulter nach vorne, indem er mit beiden HĂ€nden zieht, beide Knie gleichzeitig streckt, mit der HĂŒfte nach oben kommt, den Oberkörper genau nach vorne beugt, mit dem hinteren Teil seiner HĂŒfte Ukes HĂŒfte im vorderen Bereich hochbringt und die Streckung der Knie, die Hochschnellbewegung der HĂŒfte sowie das Herunterziehen mit beiden HĂ€nden gleichzeitig zur Wirkung bringt.
Bei Seoi-nage wird nicht dadurch geworfen, dass man den Partner mit beiden HĂ€nden auf den RĂŒcken oder die Schultern hievt. Die HĂ€nde werden vielmehr dazu eingesetzt, Uke durch Zug aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hingegen wĂ€re es nicht effektiv, wenn man versuchen wĂŒrde, den Partner mit beiden HĂ€nden auf den RĂŒcken oder die Schultern zu hieven. Vielmehr ist es wichtig, Uke durch die gemeinsame Kraft von Körperdrehung, Strecken der Beine und Hochbringen der HĂŒfte zu werfen.
Dabei ist es auch wichtig, dass Tori dann wenn Uke seinen rechten Fuß weit nach vorne gesetzt und in einer extremen Rechtsposition (Migi-kamae) nach vorne rechts aus dem Gleichgewicht gekommen ist, den linken Fuß weit zurĂŒckgesetzt und den Körper ganz herumdreht, um engen Körperkontakt herzustellen.
Tori kann auch so tief vor Uke hineinspringen, dass er mit beiden Knien auf die Matte kommt, und dann beim Aufladen und Ausheben die HĂŒfte nach oben bringen, so dass die Knie wieder von der Matte kommen. Wenn er hingegen aus dier Position Uke nach unten zieht, ohne ihn dabei aufzuladen und auszuheben, wird die Technik als Seoi-otoshi bezeichnet.

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de_DEDeutsch